Kinder- und Jugendschutz

Fitte Mädchen bleiben rauchfrei

„Frei sein, gesund sein, gerne Mädchen sein!“ – so lautet der Titel eines neuen Faltblattes zum Thema Nichtrauchen speziell für Mädchen.

07.10.2009

Cover der Broschuere
Das neue Faltblatt soll gerade junge Mädchen dazu animieren, mit dem Rauchen aufzuhören, oder – noch besser – gar nicht erst damit zu beginnen.

Die Deutsche Krebshilfe und die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. (ÄGGF) klären damit insbesondere 12- bis 17-jährige Mädchen über die Folgen des Tabakkonsums auf. Denn: 16 Prozent von ihnen rauchen und riskieren damit ihre Gesundheit und ihre Zukunft.

Gerade der junge Organismus kann die im Rauch enthaltenen Schadstoffe schlechter abbauen. Er wird damit empfindlicher für Krankheiten – dies legt den Grundstein für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben. Jugendliche Raucherinnen haben beispielsweise ein dreimal höheres Brustkrebsrisiko als Nichtraucherinnen. Darüber hinaus schwächt Rauchen das Immunsystem des Körpers; junge Mädchen werden dadurch anfälliger für sexuell übertragbare Krankheiten wie Pilz- oder HPV-Infektionen. 

Die Deutsche Krebshilfe setzt sich daher gezielt dafür ein, dass Jugendliche über die Folgen des Tabakkonsums aufgeklärt werden. „Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs“, sagt Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Rund ein Drittel aller Krebserkrankungen ist auf das Rauchen zurückzuführen.“ Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 110.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. 

„Mit dem neuen Faltblatt wollen wir gerade junge Mädchen dazu animieren, mit dem Rauchen aufzuhören, oder – noch besser – gar nicht erst damit zu beginnen“, sagt Dr. Gisela Gille, Vorsitzende der ÄGGF. „Wir wollen ihnen zeigen, dass sie nur ohne Zigaretten wirklich frei und gesund leben können.“ In der ÄGGF haben sich Ärztinnen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um gezielt junge Mädchen über wichtige Gesundheitsthemen aufzuklären. So veranstaltet die ÄGGF regelmäßig in Hunderten von Schulen „Ärztinnen-Fragestunden“ und kooperiert seit 2007 mit der Deutschen Krebshilfe. 

Die Deutsche Krebshilfe engagiert sich darüber hinaus mit zahlreichen Aktionen, wie der Verleihung des Rauchfrei-Siegels an rauchfreie Film- und Fernsehproduktionen, sowie dem deutschlandweiten Nichtraucher-Wettbewerb „Be smart – Don’t start“ für eine rauchfreie Gesellschaft. 

Das neue Faltblatt „Frei sein, gesund sein, gerne Mädchen sein!“ sowie alle Informationsmaterialien der Deutschen Krebshilfe können bei der Deutschen Krebshilfe e.V., Postfach 1467, 53004 Bonn, oder hier kostenlos bestellt oder im Internet heruntergeladen werden. 

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Redaktion: Ilja Koschembar

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