Gesundheit

Fast 30% Mütter mit geringem Familieneinkommen in Kurmaßnahmen des Müttergenesungswerkes

Mütter mit geringem Familieneinkommen sind besonderen Risiken in ihrem Lebensalltag ausgesetzt. Diese wirken sich oft unmittelbar auf den Gesundheitszustand der Frauen aus. Die Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen des Müttergenesungswerkes (MGW) bieten wertvolle Hilfen an.

18.12.2009

„Ständiger Zeitdruck und die permanente Verfügbarkeit für die Familie sind die häufigsten psychosozialen Belastungsfaktoren von Müttern. Kommen z.B. noch finanzielle Sorgen dazu, kann dies die gesundheitliche Situation der Frauen verschärfen“, berichtet Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes, in Berlin. „Fast 30% der Mütter in unseren Maßnahmen müssen mit einem Familieneinkommen unter 1.500 Euro auskommen. Da kann auch die Zuzahlung zu einer Mütter- oder Mutter-Kind-Maßnahme ein Problem werden.“

In den 84 vom Müttergenesungswerk anerkannten Einrichtungen werden mütterspezifische Kurmaßnahmen angeboten, deren Ausgangspunkt die individuelle Lebens- und Gesundheitssituation der Frauen ist. Die Maßnahme besteht aus medizinischen, physiotherapeutischen und psychosozialen Behandlungen und Maßnahmen. Gesundheitshemmende Faktoren des Alltags zu erkennen und Strategien für den Umgang mit ihnen zu finden, ist Teil der ganzheitlichen Therapie in den Müttereinrichtungen und in den Mutter-Kind-Einrichtungen. In den Mutter-Kind-Kliniken wird zudem besonderen Wert auf die therapeutischen Angebote zur Mutter-Kind-Interaktion gelegt, die Beziehungen zwischen Mutter und Kind grundlegend verbessern können.

Gerade finanzielle Schwierigkeiten behindern oft die Möglichkeit, eine solche Kurmaßnahme in Anspruch zu nehmen. Zwar werden die Kosten von den Krankenkassen getragen, aber jede Frau muss eine gesetzliche Zuzahlung von

10 €/Tag leisten und benötigt etwas Geld für den Fahrtkostenanteil u.ä. Das Müttergenesungswerk kann bedürftigen Müttern in vielen Fällen mit Spendengeld helfen. In den rund 1.400 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden kann von der BeraterIn geprüft werden, ob z.B. für die Kurnebenkosten, Taschengeld oder Kurausstattung für Mutter und Kind Spendengeld zur Verfügung gestellt werden kann. „Rd. 8.000 Müttern und Kinder konnte 2008 auf diese Weise bei der Durchführung ihrer Kurmaßnahme geholfen werden“, bilanziert Schilling. „Nur durch die Spendensammlungen des Müttergenesungswerkes ist es uns möglich, Mütter ganz konkret zu unterstützen. Es reicht längst nicht für alle, aber für manche ist diese Unterstützung überlebenswichtig.“ Schon die Gründerin des MGW, Elly Heuss-Knapp, Gattin des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, nannte als ein Stiftungsziel, dass eine notwendige Kurmaßnahme für die Gesundheit einer Mutter nicht an finanziellen Hürden scheitern darf. So helfen Spendergelder für das MGW unmittelbar.

Spendendeninfos finden Sie <link http: www.muettergenesungswerk.de _blank external-link-new-window external link in new>hier.

Quelle: Deutsches Müttergenesungswerk

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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