Familienpolitik

Familienverband: Urlaubszeit ist Familienzeit

Zum Vorstoß der Bundestagsabgeordneten Kipping „Urlaub für alle“ erklärt der Präsident des Deutschen Familienverbandes Klaus Zeh, die gemeinsam verbrachte Zeit von Eltern und Kindern, sei im Hinblick auf ihre stabilisierende Wirkung nicht zu unterschätzen.

13.08.2014

Das Instrument von Gutscheinen, einzulösen in ausgewählten Familienferienstätten, sei hierfür denkbar ungeeignet. „Wir müssen die Begegnung mit anderen Familien aus den unterschiedlichsten Lebensverhältnissen fördern. Familien tauschen sich mit anderen Familien aus ersetzt manche Bildungsmaßnahme, wenn die individuellen Erfahrungen, Lebensverhältnisse und Alltagsbewältigungen so vielfältig sind wie das Leben“. Beachtet werden müsse der Verwaltungsaufwand für die Verteilung und Kontrolle der zweckgebunden Mittel. Die Bundesländer fordert Zeh auf, die „Förderung der Familienerholung“ wieder auf ihre politische Agenda zu setzen.

Bis vor einigen Jahren wurden solche Fördermaßnahmen für Familien mit Einkommen unterhalb festgesetzter Einkommensgrenzen von allen Bundesländern als „Individuelle Förderung der Familienerholung“ durchgeführt, zusätzlich förderte der Bund die Modernisierung und Sanierung von Familienerholungsstätten. Übrig geblieben sind diese Maßnahmen derzeit in 10 der 16 Bundesländer. In einigen Ländern gibt es noch Zuschüsse von Stiftungen der katholischen und der evangelischen Kirche. „Familien wäre sehr geholfen, wenn eine Förderung nicht abhängig wäre vom Wohnort und wenn der Förderdschungel durchschaubarer wäre“, meint Zeh. 

Informationen über Zuschüsse in den Bundesländern unter <link http: www.bag-familienerholung.de zuschuesse-und-preise>www.bag-familienerholung.de/zuschuesse-und-preise/

Quelle: Deutscher Familienverband vom 11.08.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

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