Sozialpolitik

Familienbund der Katholiken: Schwarzer Montag für Familien!

Der Familienbund der Katholiken hat die heute beschlossenen Kürzungen beim Elterngeld scharf zurückgewiesen.

07.06.2010

„Mit den Sparbeschlüssen hat die Bundesregierung den familienpolitischen Rückwärtsgang eingelegt. Die Kürzungen beim Elterngeld führen zu einem Vertrauensverlust bei jungen Familien und senden damit ein fatales Signal. Die Grundsätze einer nachhaltigen und verlässlichen Familienpolitik werden so über Bord geworfen“, sagte Elisabeth Bußmann, die Präsidentin des Familienbundes der Katholiken. 

Bußmann kritisierte besonders die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV - Empfänger/innen. „Damit werden die sozial Schwächsten am stärksten benachteiligt. Eine weitere Verschärfung der ohnehin dramatischen Kinderarmut ist die Konsequenz. Die ersten Lebensmonate sind entscheidend für die gesamte weitere Entwicklung eines Kindes. Eine Zunahme des wirtschaftlichen Drucks in dieser ersten Phase bleibt folglich nicht ohne spürbare Negativfolgen für die betroffenen Kinder. Auch der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft wird letztlich massiv geschadet“, so Bußmann weiter.

Bußmann verwies zudem auf Einsparpotential in anderen Bereichen. So koste die Anfang 2010 erfolgte Halbierung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen dem Staat jährlich eine Milliarde Euro. Würde diese unbegründete Privilegierung rückgängig gemacht, könnten die Kürzungen beim Elterngeld nicht nur vermieden, sondern sogar der im Koalitionsvertrag geplante Ausbau der Partnermonate sowie die Einführung eines Teilelterngeldes umgesetzt werden.

Quelle: Familienbund der Katholiken

ik

Redaktion: Ilja Koschembar

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