Familienpolitik

Diakonie positioniert sich zum ElterngeldPlus und sieht kaum Verbesserungen für Alleinerziehende

Mutter hält kleinen Sohn auf ihrem Arm

Die Diakonie Deutschland begrüßt, dass die Bundesregierung mit dem ElterngeldPlus und dem Partnerbonus die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöhen will. Sie kritisiert, dass die prekäre Situation von alleinerziehenden Müttern und Vätern - wie im Koalitionsvertrag angekündigt - nicht verbessert werde.

08.05.2014

"Das ElterngeldPlus verbessert die prekäre Situation von alleinerziehenden Müttern und Vätern - wie im Koalitionsvertrag angekündigt - nicht", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland am Dienstag nach einer Anhörung im Bundesfamilienministerium.

"Durch die vollständige Anrechnung des Elterngeldes auf Leistungen der Grundsicherung wie Hartz IV geht diese Familienförderung an vielen Alleinerziehenden vollständig vorbei", betont Loheide. 40 Prozent der Alleinerziehenden lebten von diesen Leistungen. "Damit vergibt die Bundesregierung ein weiteres mal die Chance, das Elterngeld zu einer einkommensunabhängigen Erziehungsleistung umzugestalten", bedauert die Sozialexpertin. Die Diakonie vermisst, dass die Gesetzesinitiative  die dringenden, grundsätzlichen Fragen der familienpolitischen Leistungen in Angriff nimmt. "Diese  `kleine Reform` verbessert die Zielgenauigkeit der Leistungen zur Vermeidung von Armutsrisiken für Familien in keiner Weise," so Maria Loheide.

Mit den drängenden Fragen, die sich aus der Gesamtevaluation der ehe- und familienpolitischen Leistungen der Bundesrepublik ergeben haben, beschäftigt sich die familienpolitische Tagung der Diakonie Deutschland am 16. Mai 2014 in Berlin.

Informationen dazu gibt es zum Download auf den Seiten der Diakonie (PDF 684 KB).

Die aktuelle familienpolitische Positionierung der Diakonie gibt es online bei der Diakonie

Quelle: Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband vom 06.05.2014

Redaktion: Astrid Bache

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