Sozialpolitik

Deutsches Jugendinstitut übt scharfe Kritik am Bildungspaket

Der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach, hat das geplante Bildungspaket für Kinder aus Hartz IV-Familien gegenüber der Financial Times Deutschland als unzureichend und konzeptionell fehlerhaft bezeichnet.

14.10.2010

Rauschenbach sagte, das Paket sei schon im Ansatz ungeeignet, bei betroffenen Kindern die notwendigen bildungsbiografischen Weichenstellungen anzustoßen und würde möglicherweise in seiner Organisation mehr kosten, als letztendlich bei den Kindern ankäme. Der Jugendforscher unterstützte die Grundidee des Bildungspakets, Kindern gezielt zu helfen, kritisierte jedoch, dass eine individuelle Förderung in Höhe von 10 bis 15 Euro pro Monat nicht ausreichen würde. Wolle man einer Verstetigung von Armutskreisläufen nachhaltig entgegenwirken, müsse bei den ärmsten Familien deutlich mehr Geld investiert werden als bei Kindern aus Durchschnittsfamilien, forderte Rauschenbach unter Verweis auf aktuelle Erkenntnisse der Bildungsforschung.

Quelle: Deutsches Jugendinstitut

Redaktion: Ilja Koschembar

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