Familienpolitik

Caritas-Präsident fordert mehr Zeit für Familien

"Wir brauchen eine Familienzeitpolitik, die einen Ausgleich zwischen den Interessen von Unternehmen und Familien schafft", machte Caritas-Präsident Peter Neher mit Blick auf den 8. Familienbericht deutlich, der heute von der Bundesfamilienministerin vorgestellt wird.

14.03.2012

"Familien erbringen unverzichtbare Leistungen für unser Gemeinwesen. Dabei sind Familien dringend auf Zeit für die Familie angewiesen", betonte Neher. Dass das Thema brenne, zeige der Familienbericht klar auf. Dabei hätte sich die Caritas gewünscht, dass im Ausgleich der Interessen die Familienberichtskommission eine deutlichere Anwaltschaft zugunsten von Familien eingenommen hätte. So lehnt der Deutsche Caritasverband den Vorschlag ab, die gesetzliche Elternzeit auf zwei Jahre zu verkürzen, wie von der Berichtskommission vorgeschlagen. So würde sich der Druck auf Familien weiter erhöhen.

"Wir können die Bundesregierung nur ermutigen, die aufgezeigten Möglichkeiten der Umverteilung von Zeit zwischen den Generationen, den Geschlechtern und im Lebenslauf von Müttern und Vätern konsequent zu fördern", so Neher. Der Bericht mache deutlich, dass es nach wie vor dringend erforderlich sei, ein entsprechendes Angebot an familienexterner Kinderbetreuung, mehr Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten unterhalb der Vollerwerbstätigkeit, eine stärkere Berücksichtigung der Familie im Arbeitszeitrecht und eine flexiblere Gestaltung familienbedingter Erwerbsunterbrechungen zu schaffen.

Die Caritas engagiere sich selbst auch, um familienfreundliche Rahmenbedingungen und eine größere Flexibilität im Umgang mit Zeit zugunsten der Familien der Mitarbeitenden in den Einrichtungen und Diensten der Caritas zu erreichen.

Quelle: Deutscher Caritasverband

Redaktion: Ilja Koschembar

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