Familienpolitik

Bundeskanzlerin Merkel fordert Zusammenhalt im demografischen Wandel

aus Papier ausgeschnittene Menschen, die sich an den Händen fassen

Die Familie spielt als kleinste Gemeinschaft in der Gesellschaft eine große Rolle. Diese gelte es angesichts des demografischen Wandels zu stärken, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Veranstaltung des Deutschen Ethikrates.

29.04.2013

Die Gesellschaft werde immer älter und durch Zuwanderung vielfältiger. Das stelle die Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen. Die Familie als "kleinste Gemeinschaft in der Gesellschaft" müsse daher besonders geschützt und gestärkt werden, erklärte Merkel. Sie war zu Gast beim Forum Bioethik des Deutschen Ethikrates.

In Familien werde Verantwortung füreinander übernommen. Dies sei für die Gesellschaft ein unersetzbarer Wert. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei daher für Deutschland essentiell, um die demografiebedingten Probleme zu lösen.

Zur Sicherung des Arbeitskräftebedarfs sei es notwendig, möglichst viele Potenziale zu mobilisieren. "Ich glaube, es wird in einigen Jahren sehr normal und ganz selbstverständlich sein, dass Beruf und Familie vereinbart werden müssen", sagte Merkel.

Nachhaltigkeit der Sozialsysteme

Eine besondere Herausforderung sei die Nachhaltigkeit der Sozialsysteme. Hier müssten wir aufpassen, "dass wir die Jüngeren, die Menschen im erwerbsfähigen Alter, nicht überfordern", so die Kanzlerin.
Gleichzeitig müsse eine bestimmte Sicherheit in der Renten- und Pflegeversicherung erhalten bleiben. Gerade das Thema der Pflegeversicherung werde in Zukunft eine große Rolle spielen, zeigte sich Merkel überzeugt.

Voneinander lernen

Merkel hob hervor, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht von einer staatlichen Ebene alleine gelöst werden könnten. Vielmehr müssten Bund, Länder und Kommunen "Hand in Hand arbeiten". Vor allem solle man auch voneinander lernen: "Aus den Modellprojekten müssen die besten ausgewählt werden. Mit diesen besten Projekten müssen wir dann versuchen, Angebote zu machen, die sicher stärker flächendeckend sein werden."

Viele Menschen in Deutschland treibe die Frage um, wie wir in Zukunft zusammen leben wollen. Sie habe – unter anderem beim Bürgerdialog im vergangenen Jahr – festgestellt, "dass es eine große Bereitschaft gibt, sich auch gerade in Form des Ehrenamtes füreinander einzusetzen". An dieser Bereitschaft werde in den nächsten Jahren weiter zu arbeiten sein.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 25.04.2013

Redaktion: Kerstin Boller

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