Kinder- und Jugendschutz

Broschüre erschienen: Gefahren von Alkoholkonsum

Ein Glas mit einem alkoholischen Getränk

Um Eltern dabei zu unterstützen, ihre Kinder über die Gefahren von Alkoholkonsum aufzuklären, hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg unter Förderung des Sozialministeriums die Broschüre „Über Alkohol reden - was Eltern, Erzieherinnen und Erzieher wissen sollten“ herausgegeben.

04.03.2014

Für verschiedene Altersgruppen wird dargestellt, welche Fragen in Familien bezüglich des Alkoholkonsums aufkommen und wie Eltern damit umgehen können. Die Broschüre klärt über die Wirkung von Alkohol auf den Organismus und seine Risiken auf. Außerdem erhalten Eltern Informationen, wo sie Unterstützung bekommen können. „Alkohol gehört in unserer Gesellschaft für viele Menschen bei bestimmten Anlässen „einfach dazu“ – zum Beispiel in der Faschingszeit. Alkohol bzw. zu viel Alkohol beeinträchtigt aber die Gesundheit gerade junger Menschen ganz erheblich, da sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet und dauerhafte Schädigungen am Gehirn oder inneren Organen schneller auftreten als bei Erwachsenen. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig über die Gefahren von Alkohol Bescheid wissen. Eltern sind hierbei wichtige Ansprechpartner und Vorbilder für ihre Kinder. Mit unserem Ratgeber geben wir ihnen die nötigen Informationen und Hilfestellungen an die Hand“, sagte Sozialministerin Katrin Altpeter in Stuttgart.

Entgegen der landläufigen Wahrnehmung trinken Jugendliche heute erfreuli-cherweise etwas weniger Alkohol als noch vor einigen Jahren. Der regelmäßige Alkoholkonsum bei den 12- bis 17-Jährigen geht laut der Studie zur „Drogenaffinität Jugendlicher in Deutschland 2011“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung langfristig zurück. Tranken 2001 noch 17,9 Prozent der in Deutschland lebenden 12- bis 17-Jährigen mindestens ein Mal in der Woche Alkohol, waren es 2011 noch 14,2 Prozent. Dieser Trend schlägt sich in Baden-Württemberg auch bei der Anzahl der alkoholbedingten Krankenhausbehandlungen bei Kindern und Jugendlichen nieder. Sie ist 2013 das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Damit trotzt Baden-Württemberg dem bundesweiten Trend zu steigenden Einweisungszahlen bei Kindern und Jugendlichen.

Neben der deutschen Fassung gibt es die Broschüre auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Griechisch, Kroatisch, Russisch und Türkisch.

Landesgesundheitsamt: Broschüre „Über Alkohol reden“

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren vom 03.03.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

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