Bildungspolitik

Brandenburg: Neues Konzept zu Übergang Schule-Beruf in Arbeit

Junge schaut durch Fernglas

Um den Übergang Schule-Beruf weiter zu verbessern überarbeitet das Bildungsministerium Brandenburg derzeit das bisherige Konzept der Landesregierung zur Berufs- und Studienorientierung aus dem Jahr 2008. Das gab Bildungsminister Baaske am 16. Juni auf einer Veranstaltung der Friederich-Ebert-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Berufsorientierung bekannt.

17.06.2015

An dem Konzept wirken unter anderem die Kammern, Gewerkschaften und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit mit. Die neue Landesstrategie zur Berufs- und Studienorientierung soll im Herbst vorliegen.

Ziel: weniger Ausbildungsabbrecher

Baaske: "Eine bessere Berufs- und Studienorientierung ab der 7. Jahrgangsstufe ist gut für die Jugendlichen und gut für die Unternehmen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, frühzeitig ihre Stärken, Fähigkeiten und Ambitionen auszuloten. Damit wollen wir auch erreichen, dass die Zahl der Ausbildungsabbrecher sinkt." Für ihn ist wichtig ist, "dass die Berufs- und Studienorientierung künftig noch stärker integraler Bestandteil des Schulalltags wird und der Nutzen des Praxislernens von den Lehrkräften erkannt und gelebt wird."

Für die individuelle und praxisorientierte Berufs- und Studienorientierung gebe es schon viele gute Beispiele im Land, so an der Oberschule Kirchmöser (BB a.d.H.),  der Siemens-Oberschule Gransee (OHV) oder dem Sally-Bein-Gymnasium Beelitz (PM).

Im August startet das Bildungsressort das neue Förderprogramm "Initiative Sekundarstufe I (INISEK I)", das auch der gezielten Berufs- und Studienorientierung dient. Es soll dazu beitragen, die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 an Ober-, Gesamt- und Förderschulen "Lernen" zu verbessern und die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss weiter zu senken. Dafür stehen bis zum Jahr 2021 fast 38 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg zur Verfügung.

Darüber hinaus sollen erfolgreiche Instrumente wie "Türöffner", Berufswahlpass, Potenzialanalysen sowie das erfolgreiche Unterrichtsmodell des Praxislernens weiter ausgebaut werden.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport  Brandenburg vom 16.06.2015

Redaktion: Nadine Heßdörfer

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