Kinder- und Jugendarbeit

Böhmer: Wir brauchen mehr Mädchen und junge Frauen aus Zuwandererfamilien in Sportvereinen

Staatsministerin Maria Böhmer hat Schulen und Vereine aufgefordert, Mädchen aus Zuwandererfamilien verstärkt für ein Engagement im Sport zu gewinnen.

11.07.2011

„Für den Zusammenhalt unseres Landes ist es wichtig, dass sich junge Migrantinnen in der Gesellschaft einbringen und nicht abseits stehen - auch beim Sport. Fußballerinnen wie Celia Okoyino da Mbabi und Fatmire Bajramaj zeigen bei der Frauen-WM: Nicht die Herkunft, sondern nur das Können zählt. Damit sind sie wichtige Vorbilder für andere Migrantinnen. Sport und insbesondere der Fußball sind der Integrationsmotor! Beim Kampf um Punkte und Tore ist Teamgeist gefragt- wie bei der Integration. Für ein gutes Miteinander ist es entscheidend, offen füreinander zu sein und sich auf den anderen einzulassen", betonte Staatsministerin heute bei ihrem Besuch der <link http: www.geshorst.de _blank external-link-new-window>Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst.

Die Schule ist diesjähriger Sieger des Integrationspreises vom DFB und von Mercedes-Benz. Die Jury beeindruckte vor allem die Vielfalt der an der Schule durchgeführten Fußballprojekte. Zum Angebot zählen Mädchen-Fußball-AG`s und Übungsleiter- und Schiedsrichterkurse für Schülerinnen. Zu Veranstaltungen werden regelmäßig Migranteneltern eingeladen, um Vorurteile gegenüber Mädchenfußball abzubauen. Zudem beteiligt sich die Schule an dem Projekt "spin- sport interkulturell" der Stiftung Mercator und der Sportjugend NRW. In Zusammenarbeit mit dem Verein "Horst 08" eröffnet die Schule dabei Mädchen aus Zuwandererfamilien den Weg in den Vereinssport. "Das Engagement der Gesamtschule Horst ist vorbildlich: Mit ihrem Einsatz sorgt sie für einen Schub bei der Integration von jungen Migrantinnen. Ihre aktive Teilnahme am Sport und in Vereinen ist auch eine Frage der Gleichberechtigung. Sportvereine sind eine Schule der Demokratie, wo Migrantinnen unsere Werte, unsere Sprache und Kultur kennen lernen könen", erklärte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Nach einer Statistik des Deutschen Olympischen Sportbundes ist nur etwa jedes siebte Mädchen aus einer Zuwandererfamilie Mitglied eines Sportvereins. Bei den einheimischen Mädchen ist es mit 58 Prozent mehr als jedes zweite.

Die Gesamtschule Horst war die erste Station der bundesweiten Integrationstour der Staatsministerin. Die Schule versteht sich als Statdtteilschule. Sie pflegt enge Kontakte zu den Sportvereinen des Stadtteils sowie den Kaufleuten, Handwerksbetrieben, den Sozialpartnern, dem AWO-Altenheim und dem örtlichen Krankenhaus. Als Europaschule hat die Gesamtschule Partnerschulen u.a. in Frankreich, Spanien, Polen sowie in der türkischen Metropole Istanbul. In einzelnen Fächern gibt es bilingualen Unterricht. Vor drei Jahren hat die Gesamtschule das "Gütesiegel Individuelle Förderung" verliehen bekommen. Neben dem Schwerpunkt im  Sport ist die Schule im musischen Bereich mit drei Brassbandklassen und mehreren Instrumental-AG's sehr aktiv.

Quelle: Bundesregierung

Redaktion: Ilja Koschembar

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