Gesundheit

Bayern: Kinder sollen möglichst früh schwimmen lernen

Frau und Kind schwimmen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt angesichts der beginnenden Badesaison vor Leichtsinn. Huml betont, dass die Zahl der Ertrinkungsunfälle im vergangenen Jahr in Bayern stark gestiegen ist und Kinder möglichst früh schwimmen lernen sollen.

26.05.2014

Sie betonte: "Kinder sollten schon so früh wie möglich ans Wasser gewöhnt werden und schwimmen lernen. Nur so bekommen sie die notwendige Sicherheit. Auch Erwachsene dürfen die Ertrinkungsgefahr nicht unterschätzen."

Huml unterstrich anlässlich der Einweihung einer modernisierten Badeanlage des Schwimmvereins Bamberg: "Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten und die beste Lebensversicherung gegen das Ertrinken. Das Bayerische Gesundheitsministerium will tödliche Badeunfälle verhindern. Deshalb fördern wir eine Vielzahl von Projekten, mit denen Kindern das Schwimmen beigebracht wird.“

Huml fügte hinzu: "Ganz aktuell unterstützen wir in München Schwimmkurse für junge Flüchtlinge. Nur wenige dieser Kinder können schwimmen, wenn sie nach Deutschland kommen. Hier müssen wir gegensteuern."

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatte kürzlich mitgeteilt, dass die Zahl der Ertrinkungsunfälle in Bayern im vergangenen Jahr auf 90 angestiegen ist - im Jahr 2012 waren es 75. Außerdem hat eine Untersuchung der DLRG ergeben, dass etwa ein Drittel aller Grundschulkinder die vierte Klasse beendet, ohne richtig schwimmen zu können.

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert das „Bayerische Programm zur Prävention von Ertrinkungsunfällen“ der AOK und der DLRG-Jugend Bayern mit 100.000 Euro. Dazu gehört unter anderem das Pilotprojekt "Sichere Schwimmer": Seit diesem Schuljahr unterstützen dabei Trainer der DLRG die Lehrer an zehn bayerischen Grundschulen im Schwimmunterricht. Ziel ist, dass alle diese Grundschüler am Ende des Schuljahres das Jugendschwimmabzeichen in Bronze ablegen.

Auch das Vorgängerprojekt der DLRG "Cool und Sicher" hat das Bayerische Gesundheitsministerium mit rund 250.000 Euro unterstützt. Hier wurden Kinder in Kindergärten und Schulen mit den Bade- und Eisregeln vertraut gemacht.

Mehr Informationen finden sich unter: <link http: www.stmgp.bayern.de aufklaerung_vorbeugung giba projekte ertrinkungsunfaelle.htm>www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/giba/projekte/ertrinkungsunfaelle.htm 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 24.05.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

Back to Top