Familienpolitik

BaWü: Report „Kommunale Familienpolitik“ veröffentlicht

Zwei Jungen laufen auf dem Eis

Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben erfolgreich damit begonnen, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine nachhaltige strategische Ausrichtung im Hinblick auf die Verbesserung der Kinder- und Familienfreundlichkeit vor Ort zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Report „Kommunale Familienpolitik“.

11.02.2014

Der Report zeigt wichtige Handlungsfelder kommunaler Familienpolitik auf und stellt Steuerungsinstrumente für Kommunen vor. „Eine kinder- und familienfreundliche Politik muss sich vor allem dort beweisen, wo Familien mit ihren Kindern leben, spielen und arbeiten, also vor Ort in den Kommunen. Diese Verantwortung wird von unseren Städten und Gemeinden sehr bewusst und mit großem Einsatz wahrgenommen“, erklärte Sozialministerin Katrin Altpeter in Stuttgart.

Die Ministerin wies darauf hin, dass das Land die Kommunen durch zahlreiche Instrumente und Angebote unterstützt. Durch den Familienreport sieht sie dieses Konzept bestätigt.

Nahezu alle Kommunen im Land greifen auf das Internetportal <link http: www.familienfreundliche-kommune.de>www.familienfreundliche-kommune.de zu, auf dem rund 170 gelungene Beispiele aus der kommunalen Praxis, ca. 140 Arbeitshilfen, Checklisten und Handreichungen, eine Infobörse mit wichtigen Zahlen, Daten und Fakten und ein regelmäßiger E-Mail-Newsletter abgerufen werden können. Zu Hilfe nehmen können die Kommunen auch die „Handreichung Familienfreundliche Kommune“, die mit den kommunalen Landesverbänden abgestimmt wurde und von diesen zur Anwendung empfohlen wird.

Kommunale Familienpolitik muss nach Auffassung der Ministerin zunehmend im Kontext von Generationenpolitik gesehen werden. „Familienpolitik bedeutet mehr als Politik für Kinder. In Zukunft werden immer mehr Ältere mit immer weniger Jüngeren in unserer Gesellschaft zusammenleben. Die damit einhergehenden Herausforderungen müssen gerade auch in den Kommunen in Angriff genommen werden.“

Deshalb bietet das vom Sozialministerium finanzierte Integrierte Managementverfahren „Familienfreundliche, bürgeraktive & demografiesensible Kommune“ den Kommunen eine professionelle Prozessbegleitung, Bürgerbeteiligung, Qualifizierung und Qualitätssicherung bei der Bewältigung der konkreten demografischen Herausforderungen. Neben dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und dem Kultusministerium sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, der Städtetag und der Landkreistag Baden-Württemberg, der Kommunalverband für Jugend und Soziales, die Akademie Ländlicher Raum sowie die FamilienForschung im Statistischen Landesamt daran beteiligt. „Allein 2013 und 2014 konnten wir 22 Kommunen mit diesem Instrument unterstützen“, so die Ministerin.

Mit dem neuen Veranstaltungsformat „Regionale Strategiekonferenzen: Familienbewusst Fachkräfte sichern“ werden gezielt Unternehmen, Kommunen, universitäre oder berufliche Bildungseinrichtungen, Verbände und weitere Akteure, die die Standortfaktoren Familienbewusstsein und Demografieorientierung in ihrer Region ausbauen wollen, angesprochen. Auf diesen Vernetzungsveranstaltungen wird von den Akteuren vor Ort erarbeitet, wie die Rahmenbedingungen hinsichtlich einer verbesserten Familienfreundlichkeit und Demografieorientierung verbessert werden können.

Die Reports „Familien in Baden-Württemberg“

Die Reports „Familien in Baden-Württemberg“ werden im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes im Auftrag des Sozialministeriums erstellt. Sie erscheinen quartalsweise mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Weitere Schwerpunkte sind die Themen „Kommunale Familienzeitpolitik“, „Gesundheitsförderung in der Kommune“ und „Integration und Interkulturelle Öffnung“. Die nächste Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Familien mit behinderten Kindern“.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg vom 10.02.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

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