Gesundheit

Altpeter und AOK besorgt über Impflücken bei Jugendlichen

Aus Anlass der Europäischen Impfwoche, die vom 21. bis 26. April 2014 stattfindet, weist baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter auf die Bedeutung eines vollständigen Impfschutzes gerade bei jungen Menschen hin.

22.04.2014

„Aufgrund bestehender Impflücken kommt es in Deutschland immer wieder zu größeren Masernausbrüchen, von denen Jugendliche besonders stark betroffen sind. Das Auftreten von Polio im ehemals poliofreien Syrien hat zudem gezeigt, dass auch bei uns die Polioimpfung nicht vernachlässigt werden darf. Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen die Wichtigkeit des Themas Impfen ins Bewusstsein zu rufen“, so die Ministerin. Aus diesem Grund haben das Sozialministerium, die AOK Baden-Württemberg und der YAEZ Verlag die Initiative „Mach den Impfcheck“ ins Leben gerufen, die Jugendlichen altersgerecht aufbereitete Informationen zum Impfen nahebringt. Die Ministerin rief alle Jugendlichen und Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, auf, ihren Impfschutz zu überprüfen und, falls erforderlich, fehlende Impfungen möglichst rasch nachholen.

„Nur sehr wenige Jugendliche wissen, ob und gegen was sie überhaupt geimpft sind. Deshalb wollen wir sie dazu motivieren, in ihren Impfausweis zu schauen – und dann zum Hausarzt zu gehen, um ihren Impfstatus aktualisieren zu lassen“, bestätigte Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK-Baden-Württemberg. Er zeigte sich erfreut, dass es in diesem Jahr gelungen ist, drei junge Sportler aus Baden-Württemberg als Werbebotschafter zu gewinnen: den Wettkampfkletterer Thomas Tauporn (23), die Jugendweltmeisterin im Karate Johanna Kneer (16) und den Eishockey-Spieler Steven Bär (20). „Als Sportlern ist ihnen besonders bewusst, wie wichtig Gesundheit ist. Deshalb wollen sie Jugendliche zum Impfcheck animieren“, erklärte Ministerin Altpeter.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass Masern, Röteln und Polio ausgerottet werden können, wenn 95 Prozent der Bevölkerung eines Landes dagegen geimpft sind. Baden-Württemberg liegt mit einer landesweiten Impfquote von 88,8 Prozent für die zweimalige Masernimpfung unter der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Quote. Mit 92,4 Prozent ist die landesweite Impfquote für einen vollständigen Impfschutz gegen Polio bei den Einschulungskindern zwar vergleichsweise gut, in verschiedenen Gemeinden liegen die Quoten jedoch unter 80 Prozent.

Näheres zur Präventionskampagne gibt es unter <link http: www.mach-den-impfcheck.de _blank>www.mach-den-impfcheck.de.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg vom 18.04.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

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